POLIT-PARODIE

img_3167-1 (Die Sache mit dem „Mücher“) Quelle: hp
19.02.2018 – 13:48 Uhr (zuletzt bearbeitet: 07.04.2018 – 12:27 Uhr)

Die Sache mit dem „Mücher“

Wer sich als solcher sehen darf und wer nicht.
Hintergründiges in eigener Sache.

Sollten Sie bei IMPRESSUM mal reinschauen, wird sehr schnell klar, dass der Schreiberling, der sich hier etwas vorwitzig „dä Mücher“ nennt, nicht in Much geboren wurde und somit von den „echten“ Müchern nicht als solcher anerkannt wird. Es gab da aber den „Ritterschlag der besonderen Art“, vollzogen im Herbst 1984 von einem echten Mücher- nennen wir ihn einfach mal Paul.

Bei meinem Weg zur Theke des Lindenhofs erspähte ich einen noch freien Schemel. Also Kölsch bestellt und schnell ins Gespräch gekommen – mit Paul. „Un- küsste klar in Much?“- womit deutlich wurde, dass er mich als Zugereisten sofort erkannt hatte. Im Laufe des anschließenden Dialogs erklärte er mir, dass ein „Mücher“ grundsätzlich in vier Arten von Menschen unterscheidet:

Schwatze — Wiesse — Mücher — Marienfelder.

Damit begann ich, mit der etwas emotionsgeladenen Beziehung zwischen den Hauptorten der Gemeinde Much vertraut zu werden. Es ging aber weiter. Er wollte wissen, ob ich ein richtiger Mücher werden wolle – ich ging zum Spaß darauf ein. Paul machte dem Wirt eine ausladende Armbewegung. Dieser kam wenig später mit einem sogenannten „Meter“ Bier zurück, also etwa 10 Glas.

„Wenn Du die in 5 Minuen schaffst, ernenne ich dich zu einem wahren Mücher“, strahlte Paul mich an. Woher ich den Mut nahm, weiß ich heute nicht mehr. Irgendwie muss ich an jenem Abend den Adamsweg und die Schulstraße hochgekommen sein. Am nächsten Tag sahen meine Jeans so aus, wie heutige kids sie gerne haben: mit großen Löchern an den Knien. Hatte ich etwa einen Trend gesetzt?

Wann immer ich später Paul über den Weg lief, hörte ich immer wieder „do kütt dä jeadelte Mücher!“ Ob sein Ritterschlag auch bei anderen Anerkennung findet, sei dahingestellt. Dies der Wahrheit zu Ehre zum Thema.
dä Mücher