Kurz-Info

landwirt-acker (EU: Entscheidung zu Glyphosat noch offen) Quelle: KSTA/dpa
30.10.2017 – 16:20 Uhr (zuletzt bearbeitet: 09.11.2017 – 11:08 Uhr)

EU: Entscheidung zu Glyphosat noch offen

Fernsehsender ARTE veröffentlichte Filmdokument über das Total-Herbizid

Der deutsch-französiche Dokumentationskanal ARTE ist nicht bekannt dafür, unseriös zu berichten. Im Gegenteil: die aufgegriffenen Themen werden sorgsam recherchiert und zuverlässig aufbereitet.

Angesichts des Tauziehens in der EU um Verbot oder Zulassungsverlängerung von Glyphosat (auch international vertrieben unter dem Namen Roundup) entsteht jedoch der Eindruck, dass weltweit unabhängige wissenschaftliche Resultate mit Gesundheits-Risikowarnungen und Belegen zu erheblicher Dezimierung der Artenvielfalt vom Multikonzern Monsanto als nicht glaubwürdig dargestellt werden. Dass sich hier weltweit wachsender Widerstand formiert, ist zwangsläufig. Und Politik sollte das sehr ernst nehmen und sich von jeglicher Einflussnahme distanzieren!

Leben muss immer Priorität vor Interessen haben. Auch muss dem Eindruck widersprochen werden, die Schuldigen seien ausschließlich in der Landwirtschaft zu suchen. Hier ist vielmehr die Frage erlaubt, ob Landwirte nicht selber Opfer einer fraglichen Politik im Umgang mit Macht, Lobbyismus und Gier von Konzernen nach immer höheren Gewinnen sind.

Ludwig Erhard sagte einst: Soziale Marktwirtschaft ist Kapitalismus mit Gewissen. Ist Letzteres abhanden gekommen?

Doch urteilen Sie selbst: das Videodokument mit dem Titel „Roundup – der Prozess“ sehen Sie hier.

H Petri

Aktueller Nachtrag: erste Molkerei in Bayern verbietet den Einsatz des Total-Herbizids. Hier der Link zum Bericht.