Nachrichten CDU-Much

1280px-blick_ueber_magdeburg (Erlebnisreiche Studienreise) Quelle: Von Husky22 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29100460
25.07.2017 – 11:16 Uhr (zuletzt bearbeitet: 25.07.2017 – 14:22 Uhr)

Erlebnisreiche Studienreise

Kontaktpflege zu Bürgern bleibt unser Anliegen.

Das ‚Luther-Jahr 2017‘  führte die diesjährige Studienreise der CDU-Much nach Magdeburg, dem Zentrum der Reformation und in die Altmark. Ein kleiner Ausflug in die Geschichte: Nach dem Massaker bei der Stürmung durch katholische Söldner des Habsburger Feldherrn Tilly fand Magdeburg nie wieder zu einstiger Größe zurück. Der Fall der Stadt wurde schließlich zum Wendepunkt des 30-jährigen Krieges und führte nach vielen Jahren Kriegsgemetzel und Seuchen in ganz Europa schließlich zum ‚Westfälischen Frieden‘. Mehr über die Schrecken dieser Zeit erfahren Sie unter diesem Link.

Drei Tage vor Ende des 2. Weltkrieges wurde Magdeburg bombardiert und zu 80% zerstört. Leider ist vom historischen Stadtkern nicht mehr viel geblieben. Dennoch ist Historisches noch erhalten. So konnten wir das letzte architektonische Werk von Hundertwasser „Die Grüne Zitadelle“ bewundern. Interessant waren auch die Führungen durch den Dom und die Stadt.

Dagegen ist Tangermünde – neben Prag die Lieblingsstadt Kaiser Karls IV. – mit den vielen Fachwerkbauten, der Stadtmauer und den Wehrtürmen total erhalten und restauriert. Die mittelalterliche Backsteingotik ist hier wie auch im riesigen Stift der Prämonstratenser in Jerichow ein Juwel der Baukunst. Auch der Dom mit Domschatz und die Liebfrauenkirche in Halberstadt beeindruckten durch Kunst aus dem 13. Jahrhundert bis zum Mittelalter.

In Stendal gab es andere reizvolle Besichtigungspunkte wie den Geburtsort von Otto von Bismarck oder das Jagdschloss der Hohenzollern in Letzlingen.

Zwischen den kulturellen Impressionen lernten wir auch andere Seiten der Altmark kennen: bei einer knapp fünfstündigen Schiffstour mit mehreren Schleusenstopps überquerten wir sogar auf dem Mittellandkanal am Wasserstraßenkreuz die Elbe.

Die Führung auf der höchsten Bergbauhalde Deutschlands, dem Kalimandscharo, war ein besonderes Erlebnis. 45 Minuten Einfahrt benötigen die Bergleute, um den Abbau unter Tage zu erreichen. Und leider sind nur 20% Kali aus dem Abraum zu gewinnen, der Rest wird auf Halde befördert. Dieser wachsende weiße Berg in der Landschaft ist nicht begrünbar; er wird den Wüstencharakter auch noch in Jahrzehnten zeigen.

Der Elbauenpark mit den prächtigen Blumenbeeten sowie dem höchsten Holzturm der Welt stand auch auf dem Programm. Der Holzturm beherbergt 6000 Jahre Wissenschafts- und Technikgeschichte, die auf 6. Etagen anschaulich dargestellt sind.

Das schöne, abwechslungsreiche und lehrreiche Programm füllte die Tage, sodass am Ende die Bitte nach einer weiteren Studienreise im kommenden Jahr stand.

NK

Eine Bildgalerie zur Reise sehen Sie hier.