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737436_original_r_k_b_by_rainer-sturm_pixelio-de (Fremdwassersanierung im Netz der Kläranlage Hillesheim) Quelle: Rainer Sturm_pixelio.de
21.03.2018 – 10:00 Uhr (zuletzt bearbeitet: 20.03.2018 – 03:52 Uhr)

Fremdwassersanierung im Netz der Kläranlage Hillesheim

Bericht aus der Sitzung des Betriebsausschusses am 14.03.18

Einmal mehr musste sich der Betriebsausschuss mit dem Thema Fremdwassersanierung im Netz der Kläranlage Hillesheim beschäftigen, da in der Ortslage Scheid eine Straßenbaumaßnahme beabsichtigt ist. Auf Grund dessen war zu überlegen, ob im Rahmen des Straßenausbaus auch Maßnahmen zur Abführung des Oberflächenwassers erforderlich sind.

Wie ja allseits bekannt ist, bestehen im Bereich der Kläranlage Hillesheim erhebliche Probleme durch die Zuleitung von Fremdwasser in den ausschließlich für das Schmutzwasser bestimmten Kanal. Im Bereich des Wahnbachtals wurden hierzu in der Vergangenheit schon erste Maßnahmen zur Reduzierung der Fremdwassermengen eingeleitet. Auch wenn diese Maßnahmen noch nicht abgeschlossen sind und man keine Aussagen dazu treffen kann, ob diese von Erfolg gekrönt sind, war allen Verantwortlichen von Beginn an bewusst, dass die Fremdwasserprobleme sich nicht nur durch die Sanierung der öffentlichen und privaten Kanäle im Wahnbachtal lösen lassen.

So war schon auf Grund von früheren Messungen zu vermuten, dass der Kläranlage Hillesheim auch aus dem Bereich des Markelsbachtals in nicht unerheblichen Mengen Fremdwasser zugeleitet wird. Entsprechend besteht auch in diesem Bereich Handlungsbedarf. Erste Maßnahmen wurden hierzu in den Jahren 2015/2016 durchgeführt, in dem man den öffentlichen Kanal auf Schäden untersuchte und diesen sanierte. Der nächste Schritt besteht nun darin, dass die Grundstückseigentümer im Markelsbachtal zur Durchführung der gesetzlich vorgesehenen Dichtheitsprüfung und zur Erklärung, wie ihr Oberflächenwasser abgeleitet wird, aufgefordert werden. Hierzu wird es demnächst zur Information der betroffenen Bürgerinnen und Bürger eine öffentliche Veranstaltung des Abwasserwerkes geben.

Da es im Vorfeld der Sitzung des Betriebsschusses wieder Aussagen von nennen wir sie mal „selbsternannten Fachleuten“ gab, die diese Maßnahmen als nicht erforderlich ansehen, möchten wir hierzu noch einige Dinge klarzustellen und zwar:

  • Vergrößerung der Kläranlage Hillesheim
    Die Kläranlage Hillesheim ist für den Anschluss von 3.000 Haushalten ausgelegt und wird derzeit von 2.400 Anschlussnehmern genutzt. Eine Vergrößerung der Kläranlage Hillesheim würde nicht das Fremdwasserproblem lösen, weil das Problem nicht in der Kapazität der Anlage liegt sondern in der zugeführten Menge des Abwassers bei Regenereignissen.
  • Fremdwasser gelangt durch die Straßendeckel in den Kanal
    Die Zuführung von Fremdwasser über die Kanaldeckel wurde durch die Höherlegung der Kanaldeckel und durch den Einbau von Wasserstopps minimiert!
  • Der Meinung, dass die vorgenommenen Messungen nicht aussagekräftig sind, da sie in Zeiten von großen Niederschlägen durchgeführt wurden, muss folgendes entgegnet werden: Gerade die Ergebnisse der Messungen bei größeren Niederschlägen zeigen, dass in diesen Zeiten große Mengen von Fremdwasser über den Schmutzwasserkanal abgeleitet werden.

Auch wenn heute noch keiner wirklich sagen kann, ob alle Maßnahmen greifen und wir das Fremdwasserproblem damit lösen können, muss man aus unserer Sicht doch alle Möglichkeiten prüfen, auch wenn es sich um die Suche nach der berühmten „Nadel im Heuhaufen“ handelt.

PS


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