Nachrichten CDU-Much

20171115_180419 (Mitgliederversammlung der CDU-Much)
18.11.2017 – 10:31 Uhr (zuletzt bearbeitet: 23.11.2017 – 15:46 Uhr)

Mitgliederversammlung der CDU-Much

Lebendiger Austausch politischer Argumente

Unsere diesjährige MGV stand ganz im Zeichen zurückliegender Wahlen in Land und Bund. In ihrem Jahresbericht reflektierte die Vorsitzende Notburga Kunert zurecht an große Anstrengungen, welche Vorstands- und Fraktionsmitglieder der CDU-Much in 2017 für Wahlkämpfe erbracht haben und bedankte sich dafür nochmals ausdrücklich.

Der Wahlrückblick brachte gegensätzliche Eindrücke zutage. Überwog bei der NRW-Wahl Freude über das fällige Ablösen von Rot-Grün, folgte die Ernüchterung angesichts eines Rückgangs von nahezu 8% und des erheblichen Stimmenverlustes an die AfD.

In ihrem Bericht zur Lokalpolitik überwog das Erreichen von Vorgaben aus dem kommunalen Wahlprogramm 2014, wobei Frau Kunert auch kritisch auf ungelöste Probleme z.B. der Internetversorgung in der Gemeinde Much einging. Hierbei wies sie auch auf eine tags zuvor stattgefundene Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur und auf den hier überaus enttäuschenden Dialog mit dem Geschäftsführer der EFN eifel-net Internet-Provider GMBH, Herrn Bergeritz, hin.

Sehr ausführlich informierte unser Ehrengast, die Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker über die bundespolitische Entwicklung bis zu Wahl, das daraus resultierende Ergebnis und die teils problematischen Verhandlungen bei der Bildung einer neuen Regierung zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen. Sie lieferte damit die erwartete Vorlage der gewünschten lebendigen Diskussionsrunde. Dabei vergaß sie auch nicht, sich für regelmäßig erreichte beste Wahlergebnisse in Much zu bedanken.

Fragen der Zuhörer brachten kritische Punkte zutage: Rechter Rand der Wählerschaft/ Abgänge an die AfD, mangelnder Aufbau von Nachwuchskandidaten, Konsequenzen nach den erlittenen Verlusten, Distanz zu Konzernen und deren Lobbyisten, teils schwache Außendarstellung der CDU usw. Frau Winkelmeier-Becker ging sehr detailliert auf jede Frage ein und brachte Probleme auch selbstkritisch auf den Punkt. Unterstützt wurde sie dabei auch von Ingo Hellwig aus dem Kreisvorstand, der als Gast auch den Weg nach Much gefunden hatte.

Im anschließenden inoffiziellen Teil ging das muntere Debattieren weiter. Fazit: von der oft zitierten Politikverdrossenheit kann in Much keine Rede sein!

Eine kleine Bildgalerie von der Versammlung finde Sie hier.
HP


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