POLIT-PARODIE

innenminister (Namen die man sich nicht merken kann) Quelle: wikipedia.de
13.04.2018 – 13:53 Uhr (zuletzt bearbeitet: 18.05.2018 – 12:57 Uhr)

Namen die man sich nicht merken kann

Ob es Ihnen auch so geht? Vor der erneuten GroKo konnte ich mir den Namen des damaligen Innenministers kaum merken. Und das, wo er nach jenem „wir schaffen das“ nahezu täglich in den Nachrichten auftauchte. Lag es daran, dass er als „graue Eminenz“ eine – sagen wir mal überschaubare – Aura hatte? Und dabei war Thomas Demi.. (so stotterte ich noch im letzten Jahr) doch absolut ehrlich in seinen Statements – für einen Politiker durchaus bemerkenswert!

Und heute – dieser Name klingt in meinen Ohren nicht nur gut, sondern geht mir jetzt auch flott über die Zunge: Thomas Demaiziere! Das Problem ist nur – jetzt ist er nicht mehr da!

Doch keine Panik! Jetzt haben wir wieder einen „Grauen“ (sogar einen ziemlich langen) und gelegentlich mit Geisbart geziertem Hütchen sowie in einem kragenlosen grün-grauen Heimatdress gehüllt. Vielleicht wurde dem Ministerium daher der Zusatz „Heimat“ gewidmet, wer weiß es? Sein Name, seit er vor Jahren in einer früheren Ministerrolle unser Gesundheitssystem bis zur Unkenntlichkeit aufmischte, geht heute jedem Schulkind flott über die Lippen: Horst Seehofer. Was besser ist an ihm als bei seinem Vorgänger, ist sein allzeit (wissendes?) Lächeln/Grinsen, wo doch Thomas D. immer etwas traurig in die Welt schaute.  Also langweilig wird es bestimmt nicht; seien wir zuversichtlich und hoffen, dass diverse blau-weiße Alleingänge in seiner neuen Rolle seltener werden, besonders jene auf der extrem rechten Außenspur!

Kanzlerin Merkel hat (vielleicht zu viel?) Mut bewiesen, das muss man anerkennen. Ist sie doch mit einem Riesensatz über einen langen Schatten (der nach jenem CSU-Parteitagsauftritt- wer erinnert sich nicht? – schier unüberwindlich schien) gesprungen. Das macht ihr so schnell keiner nach!

Auch wir sollten gelegentlich über unsere eigenen (Vorurteils-) Schatten springen!
dä Mücher